Meine Zeit im Bundesfreiwilligendienst an der Fridtjof‑Nansen‑Realschule in Kamen
Der Verband für Informationsverarbeitung NRW e. V. ermöglichte es mir, meinen Bundesfreiwilligendienst mit meinem Vereinssport zu verbinden. Dadurch durfte ich meinen Einsatz an der Fridtjof‑Nansen‑Realschule in Kamen absolvieren, eine Entscheidung, die ich jederzeit wieder treffen würde.
Gerne möchte ich euch von meinen Erfahrungen berichten und zeigen, warum ihr euer BFD‑Jahr unbedingt hier machen solltet.
Mein Einsatzbereich: Die „Insel“ und vieles mehr
Meine Hauptaufgabe lag in der sonderpädagogischen Unterstützung, oder wie wir sie liebevoll nennen: der „Insel“. Dort ging es vor allem darum, Kinder im Schulalltag zu begleiten, sie in ihre Klassen zu integrieren und ihnen zu helfen, den Anschluss an ihre Mitschülerinnen und Mitschüler zu finden.
Dabei arbeitete ich nicht nur mit den „Inselkindern“. Ich durfte zum Beispiel auch ukrainische Schülerinnen und Schüler unterstützen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist und die dadurch im Unterricht zusätzliche Hilfe benötigen. Diese Arbeit hat mir besonders gezeigt, wie wichtig Geduld, Verständnis und ein offenes Ohr sind.
Nachmittagsbetreuung, Sport und besondere Erlebnisse
Nachmittags war ich in der Betreuung eingesetzt. Zuerst halfen wir bei den Hausaufgaben, danach wurde viel gespielt – UNO, Skip‑Bo, Tischtennis und vieles mehr. Ab und zu begleitete ich Sportveranstaltungen und konnte sogar Volleyball‑Kurse mitbetreuen, was mir unglaublich viel Spaß gemacht hat.
Ein echtes Highlight waren die Ausflüge und Klassenfahrten, zum Beispiel in den Kletterpark „Freischütz“ in Schwerte oder die gemeinsame Woche am Aasee mit der 7. Klasse. Diese Erlebnisse schweißen zusammen und bleiben lange in Erinnerung.
Seminare und Einblicke in die Arbeitswelt
Zum Bundesfreiwilligendienst gehören auch abwechslungsreiche Seminartage. Besonders spannend fand ich die politischen Seminare in Herdecke, die Dozenten haben die Themen so interessant gestaltet, dass die Zeit wie im Flug verging.
Einige Seminartage verbrachte ich in der Geschäftsstelle bzw. der Tremonia Akademie. Dort lernte ich den Büroalltag kennen und arbeitete mit Programmen wie Word, Excel und PowerPoint. Diese Kenntnisse und die Zertifikate, die ich erworben habe, kann ich später in der Berufswelt gut gebrauchen.
Was ich mitnehme
Rückblickend waren die Kinder das absolute Highlight meines Jahres. Sie haben mir von Anfang an vertraut und mich, genau wie das Kollegium, herzlich aufgenommen. Durch die Arbeit habe ich gelernt, mit unterschiedlichen Altersgruppen umzugehen, Konflikte zu lösen und Kinder in ihrer Begeisterung zu unterstützen.
Mein Fazit
Wenn ihr nach einer unvergesslichen Zeit sucht, in der ihr über euch hinauswachst, Verantwortung übernehmt und gleichzeitig viel Freude habt, dann solltet ihr euren Bundesfreiwilligendienst unbedingt beim Vfi NRW machen. Es lohnt sich – wirklich!
